China ist ein Land der Gegensätze. Auf der einen Seite beeindruckt das Land durch seinen rasanten politischen Aufstieg, seine Wirtschaftsdynamik und seine Vielfalt. Auf der anderen Seite erschrecken Berichte über Hinrichtungen und Verhaftungen von Andersdenkenden, über gravierende Umweltverschmutzung und das starke Einkommensgefälle in der chinesischen Gesellschaft. Die Gegensätze des komplexen Transformationsprozesses Chinas zu verstehen, fällt Außenstehenden nicht leicht. Doch eines ist klar: das wiedererstarkte China muss aktiv in die Weltgemeinschaft eingebunden werden. Auch durch Deutschland. Darum ist es wichtig, einen dauerhaften transnationalen Gedankenaustausch über die gesellschaftliche Entwicklung beider Länder zu führen. ![]() Die zukünftige Haltung Deutschlands gegenüber China wird maßgeblich durch die heutige studentische Generation geprägt und gestaltet werden. Darum möchte der Studentendialog deutsche und chinesische Studierende als die potenziellen Meinungsführer und Leistungsträger von morgen zusammenbringen, um einen Meinungsaustausch ermöglichen und zu einem größeren gegenseitigem Verständnis beitragen. So soll eine Grundlage geschaffen werden, um in Zukunft Probleme gemeinsam besser lösen zu können. Die erste Auflage des Deutsch-Chinesischen Studentendialogs hatte bereits sehr erfolgreich die Stärken und Erfolge beider Kulturkreise erkundet. Der Essaywettbewerb soll nun auch eine verstärkte inhaltiche Diskussion möglich machen. ![]() Im Umgang mit der aufstrebenden Macht China will der Deutsch-Chinesische
Studentendialog neue Korridore öffnen und bisher unbeschrittene Wege gehen.
Ausgangspunkt dieses Ansatzes ist die Überzeugung, dass die nachhaltige
Beilegung interkultureller Differenzen und Streitigkeiten grundsätzlich
auf gegenseitigem Verständnis basiert. Mit anderen
Worten: nur wer die Bedürfnisse, Ängste und Wünsche
seines Gegenübers kennt und angemessen berücksichtigt, kann aktiv für eine partnerschaftliche
Zusammenarbeit über Landes- und Kulturgrenzen hinweg arbeiten. |




