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Grußwort des Schirmherrn

Sehr geehrte Damen und Herren,

an der Universität Duisburg-Essen in meiner Heimatstadt Duisburg studieren in diesem Wintersemester rund 800 junge Menschen aus der Volksrepublik China und aus Taiwan. Keine ausländische Studierendenschaft in Deutschland ist größer als die als die der chinesischen Studierenden. Sie studieren zusammen mit anderen jungen Menschen aus der ganzen Welt und lernen so gemeinsam die Welt kennen. Trotzdem verstreicht die Chance auf einen konstruktiven Austausch zwischen Deutschen und Chinesischen Studierenden viel zu oft ungenutzt und deshalb hat das Studentenforum 2007 den Deutsch-Chinesischen Studentendialog ins Leben gerufen. Die erste Begegnungsveranstaltung fand im Juni 2007 statt, jetzt geht der Dialog mit dem Deutsch-Chinesischen Essaywettberwerb bereits in die dritte Runde.

Deutsche und chinesische Studierende sind aufgefordert, einen Beitrag zum Thema "Die Medien - Fluch oder Segen für die deutsch-chinesischen Beziehungen?" zu schreiben. Welchen Einfluss haben deutsche und chinesische Medien auf die öffentliche Meinung über das jeweils andere Land? Wie nutzen sie diesen Einfluss? Wird in Deutschland tatsächlich objektiv berichtet und in China vollkommen einseitig, wie es gerne in der westlichen Welt behauptet wird?

Johannes Pflug
Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe

Während der Unruhen in Xinjiang oder Tibet in den vergangenen Jahren warfen deutsche und andere westliche Journalisten China vor, die tatsächlichen Vorgänge zu vertuschen, indem die Medien aus den besagten Gebieten ausgesperrt wurden. Im Gegenzug beklagte die chinesische Seite, dass westliche Medien mit unwahren Geschichten eine Kampagne gegen China führten. Wer nun Recht hat lässt sich schwer beurteilen - wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Sicher ist aber, dass die Darstellung des jeweils anderen Landes in den Medien einen erheblichen Einfluss auf die öffentliche Meinung hat und damit auch zu gegenseitigem Verständnis füreinander oder zu gegenseitiger Abneigung beitragen kann.

Als Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag möchte ich den Deutsch-Chinesischen Essaywettbewerb gerne unterstützen. Dieser bereits zum zweiten Mal stattfindende Essaywettbewerb ist ein weiterer Schritt zu einem besseren Austausch von jungen Menschen aus Deutschland und China und kann mithelfen die Harmonie in den Deutsch-Chinesischen Beziehungen langfristig vertrauensvoll zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Pflug,
Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe